Ukraine, Moldawien und Rumänien

Nach 3 Tagen Schifffahrt und Sträflingskost (Gut, ein paar Sachen waren in Ordnung, das Frühstück zum Beispiel) sind wir endlich in der Ukraine angekommen. In Odessa sind wir bei couchsurfern untergekommen, die uns auch gleich die Stadt gezeigt haben. Odessa ist super schön! Überall herrscht Urlaubsgefühl, in der Fußgängerzone sind Straßenmusiker, Essensstände und vor allem angenehme Temperaturen! Ja, es ist wirklich angenehm kühl geworden, so 25° vielleicht.

 

Weil uns mittlerweile so viele Leute darauf angesprochen haben: Man spürt überhaupt nicht, dass in dem Osten der Ukraine Krieg herrscht. In Odessa gab es keine Kampfhandlungen, nur vor 3 Monaten gab es eine Demonstration, die gewaltvoll endete. Unsere Gastgeberin meinte dazu nur: Das waren keine Leute aus Odessa, in Odessa sind alle glücklich, weil die Stadt am Meer liegt.

 

Einzig Plakate, die zu Spenden für die Armee aufrufen, und ein paar Panzer in der Grenzregion zu Moldawien und Transnistrien, erinnern an die politische Situation der Ukraine.

 

Uns hat es auf jeden Fall gut gefallen, wir sind viel rumgelaufen, haben Gebäude angeschaut und Kraft getankt.

 

 

 

Denn die nächsten Tage waren anstrengend. Wir haben uns mit Milans Freund Niklas in Brasov, Rumänien verabredet und mussten uns beeilen. Deshalb sind wir viel gefahren, meist etwa 120 km pro Tag. Die Landschaft hat uns hierbei aber geholfen, denn es ist relativ flach, sanft wellig vielleicht, nachdem wir von der Ukraine nach Moldawien eingereist sind. Den kleinen Staat haben wir von Ost nach West durchquert. In Moldawien sprechen die Menschen eine dem rumänischen sehr ähnliche Sprache, aber russisch wird auch noch verstanden.

 

 

 

Nach nur 3 Tagen in Moldawien sind wir dann nach Rumänien und damit zurück in die EU eingereist!

 

Die EU hat uns aber an dieser Grenze eher etwas verschlafen und alles andere als modern empfangen. Der Osten von Rumänien ist sehr ländlich geprägt und in manchen Teilen sind wir mehr Pferdekutschen als Autos begegnet. Das hat uns sehr gefallen, der Zustand der Straßen aber eher weniger. Manchmal fanden wir uns auf einem Feldweg wieder.

 

Wir haben es aber dann halbwegs pünktlich nach Brasov geschafft, wo wir Niklas samt Auto, Fahrrad und Hund getroffen haben.

 

 

 

Dort haben wir uns für einige Tage aufgeteilt. Milan und Niklas verbringen einige Zeit in der Nähe von Brasov und fahren dann mit dem Auto nach Budapest, von wo aus Milan auf dem Donauradweg nach München fährt.

 

 

 

Anja und Ich sind für ein paar Tage in den Karpathen Klettern gegangen, was wunderschön war.  Jetzt fahren wir durch Transsilvanien mit dem Fahrrad nach Budapest und von da auch auf den Donauradweg.

 

 

 

Am 19. September (so weit man das planen kann) treffen wir uns dann in München wieder und fahren zusammen heim.

 

 

 

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