Diyarbakir - Dogabeyazit

Nachdem Anja und Milan in Diyarbakir krank waren, haben wir uns wieder in die Hitze gestürzt. Bei 42° im Schatten folgtem wir dem Tigris. (Die Bibelfesten unter uns kennen den Fluss wahrscheinlich).

 

Nach einem Tag Fahrt war dann aber Ich an der Reihe mit Reisekrankheit. Nachdem wir die Nacht bei einer super netten Bauernfamilie verbracht hatten, ging es am nächsten Tag nur eine Stunde mit dem Fahrrad fahren. Wir haben uns den nächstbesten Schatten gesucht und von 9 Uhr morgens bis halb 6 abends ¨Mittagspause¨ gemacht. Da mir speiübel war und es selbst Nachts nicht wirklich abkühlte, schleppten wir uns eher in die nächste Stadt, Batman, als dass wir wirklich fuhren. 

 

Dort gab es aber eine Herberge, sodass ich mich auskurieren konnte und wir danach dem ¨Tal der Hölle¨ in die Berge entfliehen konnten. Wir fuhren ein enges Flusstal hoch in die Berge und es wurde mit jedem Höhenmeter spürbar kühler. Nach 2 Tagen bergauf kamen wir am Va7n-See an, wo wieder humane Temperaruren um die 28° herrschten.

 

Lustig gestaltet sich mittlerweile unsere Essenssuche. Da gerade Ramadan ist, verzichten alle religiösen Muslime tagsüber auf Essen und Trinken. Und das sind in den Dörfern und den meisten Städten fast alle. Um Essen zu organisieren, sind wir auf die Hinweise von Leute vor Ort angewiesen, weil Restaurants und alles ähnliche geschlossen sind. Wir müssen uns also etwas mit jemanden anfreunden, um dann verschwörerisch nach Essen zu fragen. Mit etwas Glück zwinkert uns unser neuer Freund mit einem Auge zu und wir folgen ihm durch ein Gewirr von Gassen durch die Hintertür eines kleinen Internetcafés in eine kleine Wohnung, wo im hintersten Zimmer ein großer Topf steht und ein paar Menschen heimlich Essen servieren. So geschehen in der Stadt Bitlis. (Noch ein kleiner Hinweis: Auch in der Osttürkei ist Essen und Trinken während Ramadan nicht offiziell verboten oder ähnliches. Jeder darf selbst entscheiden, ob er Ramadan macht oder nicht. Aber nach unserer Erfahrung tut es so gut wie jeder. Deshab fühlt es sich ein bisschen we Drogen Dealen an.)

 

Im Moment sind wir in Dogabeyazit, direkt neben dem berühmten Berg Ararat (der nächste Bekannte aus der Bibel), nachdem wir einen Tag durch das bergige Grenzgebiet zwischen Türkei und Iran gefahren sind. Abends auf 2600 Meter Höhe haben wir es genossen, endlich mal wieder ein klein wenig zu frieren.

 

Heute Abend schauen wir das Deutschland Spiel und morgen früh geht es dann in den Iran!  Wir sind total gespannt darauf!

 

Wahrscheinlich wird es aber etwas dauern, bis der nächste Blogeintrag gespostet wird.  Dafür gibt es bald das zweite Video anzugucken unter Video.

Viel Spaß dabei!

 

 

 

Philip - Dogabeyazit, 13.07.2014

 

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