Anreise: Ljubljana - Belgrad

Die Weiterreise von Ljubljana nach Zagreb am Ostersonntag war mal wieder bei Regen. Nach zwei Stunden am Straßenrand hat uns dann ein sehr netter Trucker mitgenommen. Kurz vor der slowensichen Kleinstadt Novo Mesto an der kroatischen Grenze, hat er uns dann an einer Tankstelle rausgelassen. Auch dort war eher wenig Verkehr und wenn dann oft osterlich vollbepackte Autos. Schließlich haben wir aber ein wirklich nettes Paar gefunden, die bereit waren uns nach Zagreb mitzunehmen. Allerdings hatten sie noch eine Verabredung mit Freunden in Novo Mesto. Also haben wir uns spontan entschlossen, dieser Stadt auch noch einen Besuch abzustatten. Während der 3 Stunden dort haben wir uns die Stadt angeschaut und in einem sowohl modernen als auch antiken Cafe eine Ostertorte verspeist und den traditionellen Wein der Region, Cvicek (sprich Zwitschek), probiert. Ein lausiger Wein, der uns jedoch schnell "bezwitschekt" hat.

In Zagreb sind wir dann leider erst spät angekommen und schon früh am nächsten Morgen wieder gegangen, da es zu unserem nächstes Ziel, Sarajevo in Bosnien-Herzegowina, relativ weit war. Schon bie Grenzübertritt haben die Beamten uns prophezeit, dass niemand uns mitnehemen würde. 3 oder 4 Stunden später standen wir tatsächlich immer noch da. Ein sehr engagierter Ladenbesitzer wollte uns dann helfen einen Bus abzufangen, doch auch das war nicht erfolgreich. Um so mehr haben wir uns dann gefreut, dass Mladen, ein bosnischer Österreicher, uns mit nach Doboj nehmen wollte, wo wir zumindest einen Bus hätten nehmen können. Er hat uns dann spontan zu sich auf sein Landhaus eingeladen. Das Häuschen war mitten in der Natur auf einem Berg und man hatte dort einen genialen Ausblick auf das Umland. Wir haben dort einen sehr gemütlichen Abend verbracht und unsere Plänen geändert. Sarajevo ist verkehrstechnisch so schlecht angebunden, dass wir uns entschlossen haben, doch nicht dorthin, sondern nach Belgrad zu fahren. Denn durch Belgrad fährt alles, was in den Südosten Europas will.

Am nächsten Morgen ist dann auch Philip in Doboj angekommen. Zusammen sind wir nach Belgrad mit dem Bus gefahren. Hier sind wir nun seit gestern Abend und lassen uns treiben.

Anja - Belgrad, 23.04.2014, 19.30

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